Alternativen zur Hydrokultur – Pflanzgefäße mit integriertem Wasserspeicher

Die Hydrokultur hat einige Vorteile, aber auch Nachteile. Falls Ihnen diese Kulturform nicht zusagt, haben Sie jedoch noch weitere Möglichkeiten, sich die Pflege Ihrer Pflanzen zu erleichtern. In dieser Hinsicht wären vor allem die Pflanzgefäße mit integriertem Wasserspeicher zu nennen. Solche Töpfe, Kübel und Kästen finden Sie im Handel in Ausführungen für die Wohnung und den Außenbereich.

Zwischen zwei Böden befindet sich ein Wasserreservoir

Pflanzgefäße mit Wasserspeicher besitzen einen doppelten Boden. Bei ihnen wird der Raum zwischen diesen beiden Böden mit Wasser gefüllt, sodass den Pflanzen immer ein ausreichend großer Vorrat zur Verfügung steht. In der Regel besitzen Gefäße dieser Art einen Wasserstandsanzeiger, sodass Sie jederzeit sehen, ob noch genügend Wasser vorhanden ist. Ein integrierter Wasserspeicher ist vor allem bei Kästen und Kübeln auf einem Balkon oder einer Terrasse in Richtung Süden von Vorteil. Dort benötigen die Pflanzen an heißen Sommertagen sehr viel Wasser, sodass sie oft sogar zweimal pro Tag gegossen werden müssen. Doch auch für weniger durstige Pflanzen an halbschattigen Standorten sind diese Kästen gut geeignet. Mit Hilfe des Wasserspeichers werden sie während Ihrer Abwesenheit nicht so leicht verdursten.
Das gleiche Prinzip wird auch bei Töpfen, Schalen und Kübeln für die Wohnräume genutzt. Diese Pflanzgefäße sind jedoch nicht wetterfest und dürfen vor allem im Winter nicht im Freien bleiben. Sie würden bei Frost leicht platzen. Aus diesem Grund sollte auch in den Pflanzgefäßen für den Außenbereich im Winter kein Wasser stehen. In dieser Zeit brauchen die Pflanzen aber ohnehin nur  wenig Wasser. Es reicht daher aus, ab und zu bei frostfreiem Wetter etwas Wasser auf die Erde zu geben. Hierbei sollten Sie sparsam sein, denn gefrorenes Wasser im Wurzelbereich schadet den Pflanzen sehr und bedeutet oft ihren Tod.

Die meisten Töpfe, Kübel und Kästen mit Wasserspeicher bestehen aus Kunststoff

Für den Außenbereich eignen sich vor allem Pflanzgefäße aus Kunststoff oder Polyrattan, das geflochtenen Körben ähnelt, aber ebenfalls aus Kunststoff hergestellt wird. Für die Wohnräume könnten Sie theoretisch auch Gefäße aus anderen Materialien verwenden. Pflanzgefäße mit integriertem Wasserspeicher für den Wohnbereich bestehen jedoch in der Regel ebenfalls aus Kunststoff.

Worauf Sie bei der Bepflanzung von Gefäßen mit Wasserspeicher achten sollten

Die Bepflanzung erfolgt bei Pflanzgefäßen mit Wasserspeicher auf die gleiche Weise wie bei einem gewöhnlichen Topf. Sie können daher herkömmliche Blumenerde oder ein anderes Substrat Ihrer Wahl verwenden. Auch in Hinsicht auf die Düngung sind keine Besonderheiten zu beachten. Bei Pflanzen, die zu Beginn noch recht klein sind und deshalb etwas höher gesetzt werden müssen, sollten Sie jedoch daran denken, dass sie mit ihren Wurzeln das Wasser im Speicher nicht erreichen. In der ersten Zeit müssen Sie Ihre Pflanzen deshalb zusätzlich wie gewohnt von oben gießen. Pflanzen merken jedoch schnell, wo ihnen Wasser zur Verfügung steht. Sie werden deshalb sofort beginnen, lange Wurzeln zu bilden, um sich selbst mit Wasser zu versorgen. Auch in diesem Fall brauchen Sie daher bald nur noch den Wassertank wieder aufzufüllen.
Mein Tipp: Ein herausnehmbarer Inneneinsatz erleichtert Ihnen die Bepflanzung und auch das Umtopfen ist bei diesen Modellen viel leichter.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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