Orchideen in Hydrokultur

Orchideen gehören zu den Pflanzen, die sich besonders gut für die Hydrokultur eignen. Sie brauchen ohnehin ein sehr grobes Substrat, damit ihre Wurzeln genügend Licht und Luft bekommen. Bei ihnen sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten, denn die meisten Orchideen zählen zu den sogenannten Aufsitzerpflanzen, die in freier Natur nicht in Erde, sondern auf anderen Pflanzen wachsen.
Orchideen in Hydrokultur.
Orchideen in Hydrokultur.

Durchsichtige Töpfe und grober Blähton sind optimal

Orchideen sind zwar in der Regel nicht sonderlich groß, für diese Pflanzen sollten Sie aber trotzdem nur groben Blähton mit einem Durchmesser von 8 bis 16 Millimeter verwenden, der normalerweise für große Kübelpflanzen benutzt wird. Bei ihm bilden sich ausreichend große Zwischenräume, sodass die Wurzeln genügend Luft bekommen. Für die meisten Orchideenarten eignen sich außerdem nur durchsichtige Pflanzgefäße. In freier Natur benutzen Orchideen ihre Wurzeln oft nur dazu, sich an anderen Pflanzen festzuhalten. Ihre Wurzeln brauchen deshalb auch bei der Kultur in Töpfen ausreichend Licht.

Die Umstellung auf Hydrokultur

Falls Sie bereits Orchideen besitzen und diese von der Kultur in einem anderen Substrat auf Blähton umstellen möchten, probieren Sie dies am besten zunächst bei einer jungen Pflanze. In jungen Jahren können viele Pflanzen sich noch umstellen, während alten Pflanzen dies oft schwerfällt. Bei einer Umstellung ist es wichtig, dass Sie die Wurzeln gründlich säubern und abgestorbene Wurzelteile entfernen, bevor Sie die Pflanze in den Topf mit Blähton setzen. Abgestorbene Wurzeln und andere Rückstände könnten sonst leicht zu faulen beginnen und Ihrer Orchidee schaden. Füllen Sie außerdem zunächst etwas Blähton in den Topf und setzen Sie erst dann die Pflanze hinein. So verhindern Sie, dass die Wurzeln im Wasser liegen und dadurch ebenfalls faulen könnten.

So gießen und düngen Sie Orchideen in Hydrokultur

Der Wasserstandsanzeiger, der bei anderen Pflanzen in Hydrokultur gute Dienste leistet, ist bei Orchideen wenig hilfreich. Entfernen Sie ihn deshalb am besten und geben Sie immer nur eine kleine Menge Wasser in den Topf. Außerdem werden sich Ihre Pflanzen freuen, wenn Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen, denn Orchideen stammen oft aus tropischen Gegenden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. In Wohnräumen ist ihnen die Luft daher eigentlich zu trocken.
Beim Düngen haben Sie die Wahl zwischen einem Flüssigdünger und einem Langzeitdünger. Einen Flüssigdünger geben Sie in das Gießwasser, einen Langzeitdünger auf den Boden des Topfes, sodass er mit Wasser in Kontakt kommt. Ein Langzeitdünger versorgt Ihre Pflanzen über Monate und muss deshalb nur ab und zu erneuert werden. Mit ihm machen Sie sich die Pflege Ihrer Orchideen daher besonders leicht. In beiden Fällen sollten Sie jedoch einen speziellen Orchideendünger verwenden, denn er ist genau auf die Bedürfnisse dieser besonderen Pflanzen abgestimmt.
Mein Tipp: Für Anfänger, die mit Orchideen noch nicht viel Erfahrung haben, ist die Phalaenopsis eine gute Wahl. Sie braucht keine Ruhephase, damit sie wieder blüht, und ist im Vergleich mit anderen Orchideenarten recht pflegeleicht. Zudem wird die Phalaenopsis oft zu günstigen Preisen und sogar in Baumärkten angeboten.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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