Hydrokultur auf Terrasse und Balkon

Die Hydrokultur wird zwar vor allem für Zimmerpflanzen genutzt, eignet sich aber ebenso gut für den Außenbereich. Sie ist besonders auf sonnigen Terrassen und Balkonen von Vorteil, wo die Pflanzen im Sommer sehr viel Wasser benötigen und bei der herkömmlichen Kultur in Erde laufend gegossen werden müssen. Dort erleichtern Sie sich die Arbeit enorm, wenn Sie Pflanzgefäße mit einem integrierten Wasserspeicher verwenden.
Pflanzen in Hydrokultur stellen Sie im Freien am besten nur an überdachten Stellen auf, denn aus den wasserdichten Gefäßen kann Regenwasser nicht abfließen. Bei schlechtem Wetter würden Ihre Pflanzen an einer ungeschützten Stelle daher leicht ertrinken. Für nicht überdachte Standorte gibt es aber auch spezielle Gefäße mit Überlauf. Bei ihnen fließt das Wasser ab, wenn es eine bestimmte Höhe erreicht hat. Dann läuft es zwar auf den Fußboden der Terrasse beziehungsweise des Balkons, verursacht hierbei aber sehr viel weniger Schmutz als bei Pflanzen, die in Erde kultiviert werden. Sind Ihre Pflanzen ständig dem Regen ausgesetzt, sollten Sie allerdings daran denken, dass durch das Regenwasser die Nährlösung immer mehr verdünnt wird, je öfter es regnet. Durch Starkregen können sogar die enthaltenen Nährstoffe aus dem Überlauf gespült werden. Bei lang anhaltendem Regenwetter verwenden Sie deshalb am besten etwas mehr Dünger als üblich. Außerdem geben viele Langzeitdünger ihre Nährstoffe nur in kalkhaltigem Wasser, aber nicht in Regenwasser frei. In diesem Fall ist daher ein Flüssigdünger, den Sie in das Gießwasser geben, die bessere Wahl.
Beispiele für die Hydrokultur auf Terrasse oder Balkon.
Beispiele für die Hydrokultur auf Terrasse oder Balkon.

Im Winter schadet zu viel Wasser den Pflanzen

Wenn Sie Ihre Kübel und Kästen mit frostharten Pflanzen bestückt haben, dürfen diese auch im Winter draußen bleiben. In den Wintermonaten sollte jedoch nur wenig Wasser in den Pflanzgefäßen stehen. Wurzeln, die im Wasser hängen, könnten sonst leicht erfrieren und die gesamte Pflanze schädigen. Außerdem brauchen Pflanzen, die im Winter im Freien bleiben, ohnehin nur wenig Wasser. Das überschüssige Wasser entfernen Sie bei großen Gefäßen am besten mit einer Handpumpe. Sämtliche frostempfindlichen Pflanzen müssen Sie dagegen bis zum nächsten Frühling in ein frostfreies Winterquartier bringen und sie dort weiter pflegen. Bei ihnen ist die nötige Menge Wasser abhängig von der Raumtemperatur. In diesem Fall gilt die Faustregel: Je wärmer es im Winterquartier ist, desto mehr Wasser wird verbraucht.

Mit grünen Wänden und Raumteilern schaffen Sie gleichzeitig einen Sichtschutz

Falls Sie nicht nur eine schöne Bepflanzung für Ihren Balkon oder Ihre Terrasse suchen, sondern auch gleichzeitig einen Sichtschutz benötigen, können Sie hierfür einen Raumteiler speziell für die Hydrokultur verwenden. Diese bepflanzbaren Wände eignen sich übrigens auch für den Innenbereich und werden unter anderem in größeren Büros genutzt, um ein wenig Privatsphäre an den einzelnen Arbeitsplätzen zu schaffen und den Geräuschpegel möglichst niedrig zu halten. Raumteiler für die Hydrokultur finden Sie im Handel in verschiedenen Höhen und Breiten. Sie können oft in mehreren Höhen bepflanzt werden und bilden so eine grüne Wand, mit der die Sicht auf Ihre Terrasse verdeckt ist. Als Sichtschutz können Sie aber auch einen breiten Kasten oder mehrere Kübel verwenden und diese mit großen Pflanzen wie beispielsweise dem Bambus bestücken.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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