Die Vorteile und Nachteile der Hydrokultur

Die Hydrokultur hat vor allem für Menschen, die schnell das Gießen ihrer Pflanzen vergessen, einige Vorteile. Aber auch ihre Nachteile sollten Sie kennen, bevor Sie sich für oder gegen die Hydrokultur entscheiden. Im Folgenden möchte ich Sie deshalb über einige wichtige Punkte informieren.

Vorteile der Hydrokultur

  • Pflanzen in Hydrokultur sind sehr pflegeleicht und können für eine gewisse Zeit allein gelassen werden. Dies ist vor allem für Menschen von Vorteil, die oft auf Reisen sind oder sich aus anderen Gründen nicht regelmäßig um ihre Pflanzen kümmern können.
  • Das richtige Gießen ist bei der Hydrokultur leicht, denn bei ihnen zeigt der Wasserstandsanzeiger, ob schon wieder Wasser nachgefüllt werden muss. Bei Pflanzen in Erde passiert es dagegen schnell, dass sie zu viel oder zu wenig gegossen werden.
  • Auch eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist bei der Hydrokultur leichter als bei der Kultur in Erde. Bei ihr lässt sich der Dünger genau dosieren. Die Düngung kann wahlweise durch einen Flüssigdünger oder einen Langzeitdünger erfolgen.
  • Für die Wurzeln von Pflanzen ist Luft ebenso wichtig wie ausreichend Wasser und Nährstoffe. Zwischen den Kügelchen aus Blähton bekommen sie diese Luft sehr viel leichter als in Blumenerde, die sich mit der Zeit oft verdichtet.
  • Allergiker, Asthmatiker und andere empfindliche Personen profitieren davon, dass bei der Hydrokultur kaum allergieauslösende Substanzen wie beispielsweise Pilzsporen an die Luft abgegeben werden. Um diesen Vorteil zu nutzen, ist es allerdings wichtig, den Blähton regelmäßig zu reinigen.
  • Werden Gefäße und Substrate regelmäßig gesäubert, ist die Hydrokultur selbst für Krankenhäuser, Pflegeheime und andere Einrichtungen, in denen die Hygiene eine extrem wichtige Rolle spielt, geeignet.
  • Ein Umtopfen ist bei der Hydrokultur seltener erforderlich als bei Pflanzen in Erde. Neue Töpfe, Kübel oder Schalen müssen daher meist erst nach einigen Jahren gekauft werden. Außerdem ist das Umtopfen mit weniger Schmutz verbunden.
Vorteile Nachteile

Nachteile der Hydrokultur

  • Für die Hydrokultur eignen sich nur spezielle Pflanzgefäße, die wasserdicht sind und idealerweise schon mit einem Wasserstandsanzeiger und einem Schacht für den Dünger ausgestattet sind. Sie sind oft teurer als herkömmliche Blumentöpfe.
  • Das Substrat, der Topf und der Wasserstandsanzeiger sollten einmal pro Jahr gereinigt werden. Diese Arbeit ist zwar nicht schwierig, bei einer entsprechenden Anzahl Pflanzen aber doch mit einigem Aufwand verbunden.
  • Wenn Sie in einer Gegend wohnen, wo das Leitungswasser sehr hart ist, kann der Wasserstandsanzeiger leicht verkalken und zeigt dann nicht mehr den tatsächlichen Wasserstand an. In diesem Fall sollten Sie ihn mit etwas Essig reinigen.
  • Werden Pflanzen in Hydrokultur ständig zu viel gegossen, ersticken ihre Wurzeln, weil sie nicht mehr genug Luft bekommen. Wenn Sie häufig für längere Zeit verreisen, kann die Hydrokultur daher problematisch sein.
  • Kletterhilfen und Stützen aus Holz, Bambus und anderen natürlichen Materialien eignen sich für die Hydrokultur nicht, denn sie beginnen zu faulen, wenn sie dauerhaft im Wasser stehen. Für die Hydrokultur verwenden Sie deshalb am besten nur Stützen aus Kunststoff.

Meistgelesene Beiträge:

Foto

Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

Keimgeräte im Überblick: