Zimmerpflanzen in Hydrokultur

Pflanzen sorgen in allen Wohnräumen für ein schönes Ambiente. Gleichzeitig reinigen sie die Luft, beseitigen unangenehme Gerüche wie beispielsweise Zigarettenrauch und verbessern dadurch das Raumklima. Nicht jeder Mensch besitzt jedoch den sogenannten grünen Daumen und merkt, wann seine Pflanzen wieder Wasser und Nährstoffe benötigen. Außerdem fällt es vielen schwer, die Wassermenge richtig zu dosieren. Wenn Sie zu diesen Personen gehören, wäre die Hydrokultur sicherlich eine gute Alternative. Bei dieser Kulturform ist die Gefahr nicht so groß, dass Ihre Pflanzen verdursten oder von Ihnen zu Tode gegossen werden. So brauchen Sie nicht auf schöne Blumen und Grünpflanzen zu verzichten und werden lange an ihnen Freude haben.
Die Hydrokultur ist insbesondere für Zimmerpflanzen hervorragend geeignet.
Die Hydrokultur ist insbesondere für Zimmerpflanzen hervorragend geeignet.

Geeignete Pflanzen für die Wohnräume

Im Bereich der Zimmerpflanzen eignen sich fast alle Sorten für die Hydrokultur. Einige wachsen in Hydrokultur sogar besser als in Blumenerde. Nur auf Pflanzen, die eine Zwiebel ausbilden, sollten Sie besser verzichten. Hierzu gehören vor allem die Frühlingsblüher wie Tulpen und Narzissen, die in den Wintermonaten oft in Töpfen für die Wohnung angeboten werden. Diesen Pflanzen schadet es, wenn die Zwiebel ständigen Kontakt mit Wasser hat. Auch Gewächse, die besondere Substrate benötigen, sind für die Hydrokultur nicht geeignet. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die fleischfressenden Pflanzen. Ansonsten können Sie sich aussuchen, was immer Ihnen gefällt. In Frage kommen sowohl Blühpflanzen wie auch Palmen und andere attraktive Blattpflanzen wie der Ficus, der allerdings ein wenig sensibel ist. Selbst Orchideen und Kakteen wachsen sehr gut in Hydrokultur. Am besten wählen Sie jedoch Pflanzen, die bereits in Hydrokultur gezogen wurden. Die Umstellung von der Kultur in Erde auf Hydrokultur ist oft nicht einfach, denn die Pflanzen müssen zunächst Wasserwurzeln bilden. Vor allem ältere Pflanzen haben hiermit oft Probleme und gehen schlimmstenfalls sogar ein.

Die Hydrokultur hat auch für Zimmerpflanzen einige Vorteile

Der größte Vorteil der Hydrokultur liegt darin, dass in den Töpfen immer ein ausreichend großer Wasservorrat vorhanden ist. Ihre Pflanzen nehmen sich daher selbst so viel Wasser, wie sie brauchen. Das Wasserreservoir füllen Sie im Abstand von etwa zwei Wochen wieder auf. Hierbei hilft Ihnen der Wasserstandsanzeiger, der in den speziellen Gefäßen für die Hydrokultur integriert ist. Auch die Versorgung mit allen wichtigen Pflanzennährstoffen ist bei der Hydrokultur sehr leicht. Entweder geben Sie bei jedem Gießen etwas Flüssigdünger in das Wasser oder Sie verwenden einen Langzeitdünger, den es in verschiedenen Ausführungen gibt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in meinem Artikel "Pflanzen in Hydrokultur richtig düngen". Beachten Sie aber, dass eine Düngung bei der Hydrokultur extrem wichtig ist. Pflanzen, die in Blumenerde wachsen, beziehen ihre Nährstoffe aus der Erde, bei der Hydrokultur haben sie diese Möglichkeit jedoch nicht. In Blähton und anderen Substraten sind keinerlei Nährstoffe enthalten. Ohne eine Düngung würden Ihre Pflanzen daher verhungern.

Auch die Nachteile der Hydrokultur sollten Sie kennen

Nachdem Sie nun einiges über die Vorteile der Hydrokultur erfahren haben, möchte ich Sie auch über die Nachteile informieren. Etwas aufwändig ist die Reinigung der Pflanzen, der Gefäße und des Substrats, die einmal jährlich erfolgen sollte. Hierbei entfernen Sie sämtlichen Schmutz und Düngerreste, damit die Wurzeln wieder genügend Luft bekommen und gesund bleiben. Bei einer großen Anzahl Pflanzen kann diese Pflegemaßnahme einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass Sie für Ihre Pflanzen nur spezielle Dünger für Hydrokultur verwenden dürfen. Sie sind oft teurer als herkömmliche Blumen- und Grünpflanzendünger. Auch für die Kulturtöpfe müssen Sie mit höheren Ausgaben rechnen, denn hierfür verwenden Sie am besten einen Topf mit einer Aufnahme für den Wasserstandsanzeiger. Als Übertöpfe eignen sich dagegen auch herkömmliche Blumentöpfe, so lange diese vollkommen wasserdicht sind und keine für die Pflanzen schädlichen Substanzen an das Wasser abgeben.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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