Sprossen als Notvorrat in Krisenzeiten nutzen!

Was ist überhaupt ein Notvorrat? Stellen wir uns einmal vor durch ein Erdbeben, eine atomare Katastrophe oder einen Krieg käme es zu Engpässen in der Ernährungsindustrie. Das Einkaufen im Supermarkt ist nicht mehr möglich. Nun hat der Staat eine zivile Notfallreserve eingerichtet, um die Bevölkerung versorgen zu können. Zudem wird empfohlen, dass sich jeder einen privaten Notvorrat anlegt, welcher die Familie für 14 Tage ernähren kann.

Der private Notvorrat vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Der Bund sorgt an dieser Stelle vor, indem er auf einer gesondert eingerichteten Homepage über Reserven berichtet und Empfehlungen zur privaten Versorgung ausspricht. Konservendosen und lange haltbare Getreideprodukte, sowie Obstsorten sind hier das A und O. Ein Kalkulator soll die notwendige Menge ermitteln und es werden Tipps geboten, wie Lebensmittel haltbar gemacht werden.
Informationen zu den Nahrungsmitteln, welche als Notvorrat angeschafft werden sollten, gibt es unter der Vorratstabelle.

Wer Erfahrungen in der Sprossengärtnerei hat, der kann sich weiterhin Samen als Vorrat lagern. Diese können jederzeit angebaut und schnell geerntet werden. Sie ergänzen die Nahrung in Krisenzeiten, sind bekömmlich und im höchsten Maße gesund. Zudem können mit Keimen und Sprossen ein Zeitraum von mehr als 14 Tagen überbrückt werden.
Unklar bleibt, ob Sprossen in Notzeiten als Reserve dienen können?! Fakt ist jedoch: Sie sind haltbar, kostengünstig und bringen rasch Abwechslung auf den Speiseplan.
Unklar bleibt, ob Sprossen in Notzeiten als Reserve dienen können?! Fakt ist jedoch: Sie sind haltbar, kostengünstig und bringen rasch Abwechslung auf den Speiseplan.

Vorteile: Keime und Sprossen als Notvorrat bewahren!

Die meisten Nahrungsmittel der Vorratstabelle sind industriell verarbeitet und liefern dem Körper nur noch wenige wertvolle Fette, Antioxidantien, Pflanzen- und Vitalstoffe. Sprossen und Keime können diese Lücke im Notvorrat schließen. Weitere Vorzüge werden nachfolgend aufgeführt:
  • Abwechslung – Die angelegte Konservenkost würde nach kurzer Zeit sehr langweilig werden. Im heimischen Sprossengarten können jedoch unterschiedliche Gewächse gezogen und verarbeitet werden. Tatsächlich gibt es mehrere Dutzend verschiedener Sprossenarten, welche pur oder als Beilage verspeist werden können.
  • Belastungsfrei – Obst und Gemüse im eigenen Garten wäre nach einer atomaren Katastrophe potentiell verseucht. Eine Ausnahme könnten Pflanzen innerhalb eines Gewächshauses darstellen. Der Sprossengarten im Haus wäre nicht belastet. Keime können auch ohne Substrat angebaut werden und würden daher auch keine verseuchte Erde als Nährstofflieferant benötigen.
  • Haltbarkeit – Saatgut für Keimlinge und Sprossen verfügen über eine Haltwertzeit von mehreren Jahren, sofern sie bei Temperaturen um die 20° Celsius gelagert werden. Vier Jahre lang können diese Samen überstehen, ohne ihre Fähigkeit zu Keimen zu verlieren. Sie sollten dunkel und trocken, luft- und wasserdicht gelagert werden.
  • Platzsparer – Konservendosen und Fertiggerichte nehmen als Notvorrat viel Platz ein. Sprossensamen können aufbewahrt werden, ohne großartig Raum zu belegen. Schon aus wenigen Samen, praktisch einem Esslöffel voll, kann ein gehaltvoller Sprossengarten heranwachsen.
  • Kostengünstig – Keimsaat als Vorrat anzulegen ist nicht nur praktisch, sondern auch eine günstige Vorbereitung. In Betrachtung zur Menge an Pflanzen, die gezogen werden können, übersteigen die Samen in ihrer Kosten/Nutzen-Betrachtung jede Konservendose.
  • Einfachheit – Das Aufziehen und Ernten von Sprossen geht kinderleicht von der Hand. Es kann auch nicht schaden dem Nachwuchs beizubringen, wie Keime und Sprossen gezogen werden. Selbstversorgung kann eine überlebenswichtige Fähigkeit in Krisenzeiten darstellen.
  • Geschwindigkeit – Für den schnellen Hunger? Sprossen brauchen oftmals 7 bis 14 Tage bevor sie geerntet und verspeist werden können. Aber es gibt auch einige Sprossen, die bereits nach 24 Stunden genossen werden können. Dazu zählen Getreidekeimlinge, Mungbohnen und Sonnenblumensprossen. Je größer der Blattanteil der Sprosse, desto länger die Keimzeit.
Es kann nicht schaden, einen Selbstversuch in der Aufzucht von Sprossen durchzuführen, um im Zweifel zu wissen, wie mit diesem Notvorrat umgegangen wird. Vielleicht kommt der eine oder andere auch auf den Geschmack. Denn immerhin können Sprossen und Keimlinge vielfältig eingesetzt werden.
Als Sprossensalat oder als Ergänzung zu einem bestehenden Salat, als Gemüsebrühe, Sprossensaft, auf belegte Brote, grüner Smootie, als Beilage oder zum Verzieren von Speisen, zur Weiterverarbeitung zum Sprossenkäse, Brotaufstrich oder als Keimlingsbrot sind diese Lebensmittel zu gebrauchen. Natürlich können sie im Sinne einer Notreserve auch pur genossen werden.

Meistgelesene Beiträge:

Foto

Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

Keimgeräte im Überblick: