Hydrokultur – Anleitung zum Bepflanzen

Die Bepflanzung von Hydrokultur-Töpfen ist recht einfach und verursacht weniger Schmutz als bei Pflanzen, die in Erde wachsen. Hierfür benötigen Sie einen Kulturtopf, einen Übertopf, Substrat und natürlich die Pflanze. Als Kulturtopf verwenden Sie am besten einen Kunststoffeinsatz, der speziell für die Hydrokultur entwickelt wurde. Er ist mit einem Wasserstandsanzeiger ausgestattet und besitzt eventuell einen zusätzlichen Düngeschacht oder eine Aufnahme für eine Düngebatterie. Diese Töpfe erleichtern Ihnen daher die spätere Pflege Ihrer Pflanzen.

Substrate für die Hydrokultur gibt es in unterschiedlichen Größen

Für die Hydrokultur eignen sich viele Substrate. Meistens verwendet man hierfür jedoch die kleinen Kügelchen aus Blähton. Er wird aus Ton hergestellt und bei hohen Temperaturen gebrannt. Dadurch bläht er sich auf, sodass selbst große Kugeln aus Blähton sehr leicht sind. Diesen Blähton bekommen Sie im Handel in den Ausführungen fein, mittel und grob. Beim feinen Blähton haben die Kügelchen einen Durchmesser von weniger als vier Millimeter. Er eignet sich nur für die Aufzucht von Jungpflanzen, die Sie vielleicht selbst ausgesät haben. Für alle anderen Pflanzen verwenden Sie besser den mittleren oder den groben Blähton. Beim mittleren Blähton sind die Kügelchen vier bis acht Millimeter groß. Ihn können Sie für alle normal großen Zimmerpflanzen, die auf einer Fensterbank Platz finden, verwenden. Für große Grünpflanzen wie Palmen nutzen Sie dagegen am besten den groben Blähton mit einem Durchmesser von mehr als acht Millimeter. Er passt gut zur Größe der Wurzeln und sieht auch optisch besser aus.
Zum Bepflanzen eignet sich Blähton als Substrat optimal
Zum Bepflanzen eignet sich Blähton als Substrat optimal

So gelingt die Bepflanzung bei der Hydrokultur

Falls Sie eine Düngebatterie verwenden möchten, befestigen Sie diese zuerst am Topf. Ansonsten füllen Sie zunächst eine Schicht Blähton in den Kulturtopf. Sie dient als Drainage, damit die Wurzeln der Pflanze später nicht die ganze Zeit im Wasser liegen. So bekommen sie wieder Luft, wenn der Wasserstand allmählich absinkt. Danach spülen Sie die Wurzeln Ihrer Pflanzen unter fließendem Wasser ab, um sie gründlich zu säubern. Entfernen Sie auch abgestorbene Wurzelteile mit einem scharfen Messer, denn sie könnten im Wasser faulen. Im Anschluss stellen Sie die Pflanze und den Wasserstandsanzeiger in den Topf und füllen sämtliche Zwischenräume mit Blähton oder einem anderen Substrat auf. Achten Sie hierbei darauf, dass zwischen die Wurzeln genügend Substrat fällt, denn so bekommt Ihre Pflanze einen besseren Halt. Dann brauchen Sie den Kulturtopf nur noch in den Übertopf zu setzen, füllen Wasser auf und setzen Ihre Pflanze an den gewünschten Standort.

Stellen Sie auch schöne Arrangements zusammen

Bei der Hydrokultur braucht nicht jede Pflanze zwangsläufig einen eigenen Übertopf. In etwas größeren Kübeln oder Schalen können Sie durchaus mehrere Pflanzen platzieren. Bei der Zusammenstellung sollten Sie jedoch darauf achten, dass sie hierfür Pflanzen mit möglichst ähnlichen Ansprüchen in Bezug auf den Wasser-, Licht- und Nährstoffbedarf, den bevorzugten Standort und die optimale Temperatur wählen. Sonst wird es Ihnen schwer fallen, einen Platz zu finden, an dem sämtliche Pflanzen dieses Arrangements gut gedeihen.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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Über mich:

Mit meinem Ratgeber rund um die Hydrokultur möchte ich Ihnen ein spannendes Hobby vorstellen. Ich betreibe keinen Shop und verkaufe keine Pflanzen. Und nicht selten irritiert es auch mich, dass heute so manches Gemüse verkauft wird, welches nie mit Erde in Berührung gekommen ist. Für meine Zimmerpflanzen jedoch habe ich längst die Hydrokulturen schätzen gelernt.
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