So gelingt die Aussaat und die Vermehrung von Pflanzen für die Hydrokultur

Ihre Pflanzen für die Hydrokultur können Sie selbst aus Samen ziehen. Ebenso ist es möglich, aus Ablegern verschiedener Blumen und Grünpflanzen neue Pflanzen zu ziehen. Auf diese Weise bekommen Sie recht günstig oder sogar kostenlos viele neue Pflanzen für Ihre Wohnräume, die Terrasse oder den Balkon.

Vielerlei Materialien eignen sich für die Aussaat

Für die Aussaat von Samen können Sie Blähton, Perlite, Vermiculit oder Mineralwolle verwenden. Falls Sie sich für den Blähton entscheiden, sollte dieser jedoch möglichst fein sein. Eine Körnung von weniger als vier Millimetern ist ideal. Am leichtesten gelingt Ihnen die Aussaat jedoch auf noch feineren Materialien wie der Steinwolle oder dem Perlite, das auch in professionellen Betrieben für die Aussaat genutzt wird. Steinwolle ist praktisch, weil es in Form von Vliesen angeboten wird. Auf diesen Vliesen bleiben die Samen sicher liegen, während sie bei der Verwendung anderer Materialien durchaus zwischen das Substrat fallen können. Sie haben in ihrer Mitte außerdem oft eine kleine Vertiefung für den Samen, sodass der Keimling später mittig heraussprießt und sich so leicht in einen Topf setzen lässt. Jungpflanzen, die Sie in Perlite, Vermiculit oder Mineralwolle gezogen haben, dürfen Sie später durchaus in Gefäße mit Blähton setzen. Ein Vlies aus Mineralwolle belassen Sie allerdings am besten an den Keimlingen, denn es lässt sich nur schwerlich von der jungen Pflanze lösen, ohne hierbei ihre Wurzeln zu beschädigen.
Aufzucht in der kommerziellen Landwirtschaft.
Aufzucht in der kommerziellen Landwirtschaft.
In das gewählte Substrat legen Sie die Samen und bedecken sie leicht. Denken Sie aber daran, dass es sogenannte Lichtkeimer gibt. Ihre Samen benötigen unbedingt Licht, damit sie keimen können und werden deshalb nicht bedeckt. Der Standort ist abhängig von der Sorte, die Sie aussäen. Richten Sie sich in dieser Hinsicht daher nach den Angaben auf der Verpackung des Saatguts. Ganz allgemein lässt sich jedoch sagen, dass die meisten Samen am besten an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Platz keimen. Beachten Sie bei der Auswahl des Standorts außerdem die Temperatur, die für die Keimung der Samen erforderlich ist. Nach der Aussaat halten Sie die Samen immer ein wenig feucht, aber nicht zu nass, denn zu viel Feuchtigkeit führt leicht zu Fäulnis. Wenn die jungen Pflänzchen schließlich einige Blätter gebildet haben, setzen Sie diese in Gefäße mit Blähton oder einem anderen Substrat.

Aus Ablegern neue Pflanzen ziehen

Für die Anzucht von Ablegern, die Sie von Freunden oder Verwandten bekommen oder von Ihren eigenen Pflanzen geschnitten haben, verwenden Sie als Substrat am besten Blähton in einer mittleren Körnung, bei dem die Kügelchen einen Durchmesser von vier bis acht Millimeter haben. Sie geben dem Ableger gleich genügend Halt. Sehr kleine Stecklinge können Sie aber auch in feinen Blähton, Perlite oder Vermiculit setzen. Das Substrat geben Sie in einen speziellen Topf für die Hydrokultur, setzen den Ableger hinein und geben bis zur Markierung Optimal Wasser in das Pflanzgefäß. Alternativ können Sie den Ableger aber auch zunächst in ein Glas mit Wasser stellen, damit sich Wurzeln bilden. In diesem Fall sollten Sie beim Einsetzen in den Blähton jedoch sehr vorsichtig sein, damit Sie die Wurzeln nicht beschädigen.

Meistgelesene Beiträge:

Foto

Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

Keimgeräte im Überblick:

Meistgelesene Beiträge:

Foto

Über mich:

Mit meinem Ratgeber rund um die Hydrokultur möchte ich Ihnen ein spannendes Hobby vorstellen. Ich betreibe keinen Shop und verkaufe keine Pflanzen. Und nicht selten irritiert es auch mich, dass heute so manches Gemüse verkauft wird, welches nie mit Erde in Berührung gekommen ist. Für meine Zimmerpflanzen jedoch habe ich längst die Hydrokulturen schätzen gelernt.
Informieren Sie sich auf diesen Seiten, stöbern Sie, und lesen Sie nach, was es Spannendes zu wissen gibt.