Pflanzen in Hydrokultur richtig gießen

Der größte Vorteil der Hydrokultur liegt darin, dass für die Pflanzen immer ein ausreichend großer Wasservorrat vorhanden ist. So können sie sich selbst so viel Wasser nehmen, wie sie benötigen. Dieses Wasserreservoir füllen Sie einfach in regelmäßigen Abständen wieder auf. Wenn Sie sich für die Düngung mit einem Langzeitdünger entschieden haben, verwenden Sie hierfür klares Wasser, bei Gebrauch eines Flüssigdüngers eine Mischung aus Wasser und Dünger, die in Fachkreisen auch Nährlösung genannt wird.
Sie müssen auch bei bei Hydrokulturen regelmäßig gießen, allerdings seltener und nicht mit der Gießkanne.
Sie müssen auch bei bei Hydrokulturen regelmäßig gießen, allerdings seltener und nicht mit der Gießkanne.

Ein Wasserstand zwischen den Markierungen Minimum und Optimal ist genau richtig

Spezielle Pflanzgefäße für die Hydrokultur besitzen einen Wasserstandsanzeiger. Hierbei handelt es sich um ein kleines Röhrchen mit einem Schwimmer, der die jeweilige Höhe des Wasserstands anzeigt. Dieser Wasserstandsanzeiger hat in der Regel drei Markierungen: Minimum, Optimal und Maximum. Am besten ist es, wenn Sie immer so viel gießen, bis die Anzeige auf Optimal steht. Wenn Sie in Urlaub fahren, dürfen Sie aber ruhig Wasser bis zur Markierung Maximum einfüllen. Dies sollte allerdings die Ausnahme sein, denn die Pflanzenwurzeln bekommen bei dieser großen Menge Wasser kaum noch Luft. Auf Dauer würden sie daher absterben.
Wie oft Sie Ihre Pflanzen gießen müssen, hängt von der Größe und Art der Pflanzen und ihrem Standort ab. Sehen Sie in der ersten Zeit deshalb am besten öfter mal nach, ob Sie schon wieder Wasser auffüllen müssen. Warten Sie aber ab, bis der Wasserstandsanzeiger die Markierung Minimum erreicht hat. Selbst dann dürfen Sie ruhig noch ein oder zwei Tage vergehen lassen, damit das vorhandene Wasser zunächst aufgebraucht wird. So kommt außerdem wieder ausreichend Luft an die Wurzeln. Idealerweise füllen Sie immer so viel Wasser ein, wie die Pflanze in zwei Wochen verbraucht. Dies ist am Anfang etwas schwierig, nach einer gewissen Zeit werden Sie die ungefähren Mengen aber sicherlich im Kopf haben. Beachten Sie hierbei jedoch, dass Pflanzen im Laufe des Jahres unterschiedlich große Mengen Wasser benötigen. Vor allem beim Austreiben im Frühling, während der Blütezeit und an heißen Sommertagen ist der Verbrauch meist höher und im Winter verdunstet das Wasser schneller, wenn der Topf in der Nähe der Heizung steht.
Tipp! Falls Sie vermuten, dass der Wasserstandsanzeiger nicht richtig funktioniert, schütteln Sie ihn einfach mal ein wenig oder klopfen Sie vorsichtig mit den Fingern auf das Glas. So lösen Sie Düngerreste, Staub, Schmutz und andere Fremdstoffe, die den Schwimmer blockieren oder verkleben. In einem Gefäß mit Wasser können Sie kurz überprüfen, ob der Schwimmer sich wieder frei bewegt.

Verwenden Sie zum Gießen handwarmes Leitungswasser

Ihre Pflanzen gießen Sie am besten mit handwarmem Wasser, denn kaltes Wasser vertragen die meisten Pflanzen nur schlecht. Dadurch erleiden sie eine Art Schock ähnlich als wenn Ihnen jemand eiskaltes Wasser über die Füße gießen würde. Das Gießwasser sollte vor allem bei der Nutzung eines Langzeitdüngers kalkhaltig sein, denn diese Düngemittel wandeln den Kalk in für Pflanzen wichtige Nährstoffe um. Bei Regenwasser wäre dies nicht möglich, deshalb sollten Sie in diesem Fall normales Leitungswasser verwenden. Falls Sie sich für die Düngung mit einem Flüssigdünger entschieden haben, können Sie Ihre Pflanzen ebenfalls mit Leitungswasser gießen.
Einige Pflanzen mögen es gern, wenn ihre Blätter eingesprüht werden. Dies ist natürlich auch bei der Hydrokultur möglich. Bei Grünpflanzen ist es außerdem empfehlenswert, die Blätter ab und zu mit einem feuchten Tuch abzuwischen. So können sie Luft und Licht besser aufnehmen und sehen gleichzeitig wieder gepflegt aus.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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Mit meinem Ratgeber rund um die Hydrokultur möchte ich Ihnen ein spannendes Hobby vorstellen. Ich betreibe keinen Shop und verkaufe keine Pflanzen. Und nicht selten irritiert es auch mich, dass heute so manches Gemüse verkauft wird, welches nie mit Erde in Berührung gekommen ist. Für meine Zimmerpflanzen jedoch habe ich längst die Hydrokulturen schätzen gelernt.
Informieren Sie sich auf diesen Seiten, stöbern Sie, und lesen Sie nach, was es Spannendes zu wissen gibt.