Substrate für die Hydrokultur

Das am häufigsten verwendete Substrat in der Hydrokultur ist sicherlich der Blähton. Bei den meisten fertig getopften Pflanzen sind die Töpfe daher mit diesen braunen Kügelchen gefüllt. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Materialien, die sich für die Hydrokultur eignen. Hierzu gehören Kies, Basalt, Perlit, Sand und Vermiculit.

Blähton - Ein häufig gewähltes Substrat

Beim Blähton handelt es sich im Prinzip um einfachen Ton, der jedoch auf besondere Weise gebrannt wird. Hierbei bläht er sich auf, sodass in seinem Inneren viele Zwischenräume entstehen. Dadurch sind selbst große Kugeln aus Blähton sehr leicht und eignen sich auch für Pflanzen mit feinen und empfindlichen Wurzeln.
Beliebtes und bewährtes Substrat mit interessanter Oberflächenstruktur: Der Blähton.
Beliebtes und bewährtes Substrat mit interessanter Oberflächenstruktur: Der Blähton.
Blähton lässt sich anhand der Größe seiner Kügelchen in die Gruppen fein, mittel und grob unterteilen. Feinen Blähton, bei dem die Kügelchen einen Durchmesser von weniger als vier Millimeter haben, können Sie für Jungpflanzen verwenden. Für normal große Zimmerpflanzen eignet sich mittlerer Blähton in einer Korngröße zwischen vier und acht Millimeter und für große Kübelpflanzen und alle Pflanzen mit sehr kräftigen Wurzeln der grobe Blähton, bei dem die Kugeln mehr als acht Millimeter groß sind. Die geeignete Korngröße gibt den Pflanzen Halt, lässt den Wurzeln ausreichend Platz und sieht auch optisch gut aus.
Falls Sie aus dem ein oder anderen Grund keinen Blähton verwenden möchten, gibt es weitere Substrate, die in der Hydrokultur genutzt werden. Dies sind vor allem Kies, Basalt, Perlit, Sand und Vermiculit.
  • Perlit wird aus Obsidian hergestellt und neben der Verwendung in der Hydrokultur häufig Blumenerde beigemischt, um sie durchlässiger zu machen. Perlit hat eine weiße Farbe und ist daher eine gute Alternative, wenn Ihnen der braune Blähton nicht gefällt.
  • Eine interessante Optik hat auch das Vermiculit, denn sein Name stammt vom lateinischen Wort vermiculus für Würmchen ab. Bei diesem Substrat handelt es sich um ein Mineral, das sich bei Hitze zu Kristallen aufbläht und die Form von Würmern annimmt.
  • Kies hat im Vergleich mit anderen Substraten ein recht hohes Gewicht und ist für Pflanzen mit feinen Wurzeln deshalb nicht so gut geeignet. Sehr großen Pflanzen gibt er jedoch einen guten Halt, weil ein Topf mit solch einer Befüllung sehr schwer ist und daher nicht so leicht umfällt.
  • Basalt ist ein Gestein vulkanischen Ursprungs mit einer dunkelgrauen bis schwarzen Farbe. Er wurde in den 1980er Jahren, als die Hydrokultur noch neu war, häufig genutzt, inzwischen aber von anderen Substraten verdrängt. Dies liegt einerseits daran, dass Basalt relativ schwer ist und andererseits an der fehlenden Kapillarwirkung.
  • Auch Sand können Sie für die Hydrokultur verwenden. Er speichert jedoch nur wenig Wasser und eignet sich deshalb am besten für Pflanzen mit sehr geringem Wasserbedarf wie beispielsweise Kakteen.
Für die Aussaat und die Anzucht von Jungpflanzen nutzt man bei der Hydrokultur häufig Mineral- oder Steinwolle, die aus verschiedenen Gesteinsarten bestehen kann. Diese Gesteine werden bei hohen Temperaturen geschmolzen und in Fasern zerlegt, die zu Vliesen verarbeitet werden. Steinwolle hat den Vorteil, dass sie nicht schimmeln kann und keinen Nährboden für Ungeziefer bietet. Sie hat außerdem die Fähigkeit, in ihren vielen Zwischenräumen reichlich Wasser zu speichern. Bei solch einer Unterlage haben Sie es daher leicht, sie dauerhaft feucht halten. Diese gleichmäßige Feuchtigkeit ist vor allem bei der Aussaat und der Pflege von Keimlingen und Jungpflanzen wichtig.

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Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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Mit meinem Ratgeber rund um die Hydrokultur möchte ich Ihnen ein spannendes Hobby vorstellen. Ich betreibe keinen Shop und verkaufe keine Pflanzen. Und nicht selten irritiert es auch mich, dass heute so manches Gemüse verkauft wird, welches nie mit Erde in Berührung gekommen ist. Für meine Zimmerpflanzen jedoch habe ich längst die Hydrokulturen schätzen gelernt.
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