Vorteile und Nachteile – Pro und Contra der Sprossenzucht

Sprossen selber ziehen, oder auch die Sprossenzucht im Allgemeinen, bringt für den Hobbygärtner Vorteile und Nachteile. Diese wirken sich auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche aus. Denn es wird ein neues Hobby gewonnen, das tägliche Kochen wird beeinflusst und nicht zuletzt werden die Lebensqualität und Gesundheit gesteigert. Aber welche Vorteile und Nachteile bringt die Sprossenzucht konkret mit sich?

Vorteile der Sprossenzucht

Die Sprossenzucht ist ein Hobby, welches leicht zu erlernen ist und den Alltag auf vielfältige Art und Weise bereichert. Dies soll in den nachfolgenden Vorteilen zum Ausdruck gebracht werden.
  1. Kulinarische Bereicherung – Sprossen und Keime können als Salat oder Beilage gereicht werden. Sie schmecken zu Fleisch jeder Art, zu Fisch und auch zu fleischlosen Gerichten. Vegetarier und Veganer profitieren vielleicht im größeren Maße, eine Bereicherung stellen die Sprossen jedoch für jeden dar.
  2. Gesunde Ernährung – Enzyme, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind in großer Anzahl in Sprossen und Keimen enthalten. Die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden aller Familienmitglieder kann durch die Sprossenzucht gesteigert werden. Der Organismus kann die Sprossen sehr leicht aufnehmen.
  3. Geschmack – Selbst gezogen schmeckt eben doch am besten. Viele werden schon einmal Sprossen oder Keimlinge von einer Salattheke oder als Beilage im Restaurant bekommen haben. Wer sie selber zieht, der wird dennoch vom frischen Geschmack überrascht sein. Die selbst gezogenen Sprossen waren nie in Berührung mit einer Plastiktüte und mussten auch keine weiten Strecken zurücklegen.
  4. Positive Beschäftigung – Die Sprossenzucht ist ein Hobby. Als solches nimmt sie eine gewisse Zeit in Anspruch. Im Gegensatz zu vielen anderen Freizeitbeschäftigungen erfüllt sie einen konkreten Zweck, sie macht Freude, gibt Einblick in den Lebenszyklus von Pflanzen und bietet zudem interessanten Gesprächsstoff.
  5. Geld sparen – Um eine Einsparung zu errechnen, müssten die Preise biologisch angebauter Keimlinge und Sprossen mit der Eigenzucht verglichen werden. Selber ziehen ist günstiger, ergiebiger und zudem gesünder.
  6. Zeit sparen – Keine Fahrt in den Supermarkt für frische Vitaminbomben, kein Anstehen an der Kasse und auch keine umständliche Zubereitung. Sprossen wachsen oftmals direkt in der Küche (z.B. auf der Anrichte oder in der Fensterbank). Sie werden gegessen, wenn sie reif sind. Oftmals ist dies schon nach einer Woche der Fall. Es müssen auch keine Schnecken abgelesen oder Unkraut gejätet werden, da die Pflanzen im Haus wachsen.
  7. Verringerte CO2-Belastung – Durch das Wegfallen der Transportwege wird die Umweltverschmutzung verringert. Weiterhin kommen keine Spritz- und Düngemittel zum Einsatz. Jeder Sprossengärtner verfügt daher über einen guten ökologischen Fußabdruck!
  8. Grünes Heim – Wer ein Händchen für Pflanzen hat, der kann sich sicherlich für einen Sprossengarten erwärmen. Und wem es bislang am Grün in der Wohnung gefehlt hat, der verbindet bei der Sprossenzucht das Nützliche mit dem Schönen.
  9. Unabhängig von der Jahreszeit – Sprossen können im Winter ebenso gezogen werden, wie im Sommer. Der Sprossengärtner sucht sich den richtigen Platz im Inneren aus und profitiert das ganze Jahr über von frischen Lebensmitteln.
  10. Vielfalt – Sprossen ziehen bedeutet nicht, immer wieder das Gleiche zu essen. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Sprossen und Keimen, welche die Nahrung gesund und lebendig bereichern.
Pro und Contra - Vorteile und Nachteile

Nachteile der Sprossenzucht

Die Vorteile der Sprossenzucht überwiegen. Um ein abgerundetes Bild zu bieten, möchte ich auch auf die Nachteile eingehen.
  1. Zeitaufwand – Der eigentliche Anbau und das Ernten der Sprossen nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Wer sich einen Zeitplan erstellt und diesen einhalten kann, der wird es nicht als Nachteil empfinden.
  2. Platzbedarf – Je nach Größe der Anbaufläche nehmen Sprossen Platz in der Wohnung ein. Vielleicht ist noch das ein oder andere Fensterbrett für die Sprossenaufzucht frei?
  3. Kindernahrung – Auch Kinder sollen in den Genuss einer gesunden Ernährung kommen. Keime und Sprossen sind aber anfällig für bestimmte Bakterien, gegen die Kleinkinder zum Teil noch keine Abwehrstoffe haben. Daher empfiehlt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung Sprossen und Keime für Kleinkinder zu kochen.

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Über mich:

Den sprichwörtlichen "Keim" meiner Begeisterung für Samen, Sprossen und Keimlinge erweckte einst ein Keimgerät. Daher entstand mit meiner Seite keimgeraet.com ein erster Ratgeber zum Thema.
Den gesunden Vitamin- und Geschmacksbomben fühle ich mich bis heute verpflichtet, und im Laufe der Zeit verfasste ich weitere Artikel. Ihnen, liebe Leser, möchte ich damit die Angst vor der Aufzucht eigener Sprossen und Keime nehmen, und obendrein ein wunderschönes Hobby näher bringen!

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